Freitag, 23. Oktober 2015

[Travel] Foodblogger Dinner im Oliveto Bonn

Vor einigen Wochen flatterte eine Mail in unser Postfach, die sowohl Katie als auch mich aufhorchen ließ. Die liebe Karin vom Bonner Gastro-Blog Bonn geht essen fragte uns, ob wir Lust hätten, an einem Dinner im Hotel Königshof, besser gesagt dem dortigen Restaurant Oliveto teilzunehmen.
Ein Dinner rein für Blogger und streng genommen das erste Event, zu dem wir als Blogger eingeladen wurden. Natürlich hatten wir Lust.

Unter den zahlreichen Food- und Gastrobloggern, Journalisten und Tourismus-Experten waren wir mit unserem "Mutti-Blog", wie Karin uns scherzhaft bezeichnete, zwar echte Exoten, aber das tat unserer Neugier natürlich keinen Abbruch.

Mit wunderschöner Aussicht auf den Rhein präsentiert sich das Restaurant Oliveto im Stil der 50er/60er Jahre und versprüht einen Charme, den ich auch heute noch nicht ganz zwischen retro und edel einordnen möchte.
Von einem grandiosen Frühstück bis hin zum klassischen Dinner lässt das Restaurant rund um die Uhr die Herzen höher schlagen. Wer sich etwas Besonderes gönnen möchte, dem sei der Champagner-Lunch zu jedem ersten Sonntag im Monat ans Herz gelegt.


Die Wenigsten von euch werden tatsächlich im schönen Rheinland ansäßig sein, doch solltet ihr einen Trip in meine geliebte Heimat und vor allem meine Geburtsstadt Bonn wagen, könnte das Hotel Königshof eine Anlaufstätt für euch sein.
Fernab vom kalten Anlitz eines modernen Betonbaus, der in den Himmel ragt und alles um sich herum in den Schatten stellt, fügt sich das Hotel Königshof unaufdringlich in das Stadtbild rund um den Alten Zoll, den Rhein und vor allem die historische Universität ein.


Ingesamt fünf Gänge warteten auf uns. Fünf Gänge, in denen Chefkoch Alexander Stadler zeigen konnte, dass seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Fast keine Grenzen möchte man sagen, denn das Foodblogger Dinner stand unter dem Motto "Bonner Wasserspiele" und wurde begleitet von Wasser-Sommelière Soledat Sichert. 

Wasser-Was? Ja, ihr habt richtig gelesen und ich muss zugeben, dass dies für mich auch Neuland war. Passend zu jedem Gang bekamen wir Wasser serviert. Von feinperlig bis mineralreich war alles dabei und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass mir bis zu jenem Abend gar nicht bewusst war, wie unterschiedlich Wässer doch schmecken können.



Wo Wasser für mich bisher nur eines war, eben "Wasser", spielte Soledad Sichert ihre Trümpfe im Rahmen der fünf Gänge fabelhaft aus. Wo es nötig war, gab das Getränk dem Essen das gewisse Etwas oder begleitete den Gang ganz dezent und unaufdringlich.

Kulinarisch ging es dabei auf höchstem Niveau durch Italien, denn Alexander Stadler hat sich nicht nur in Bonn einen Namen gemacht. Mit 14 Punkten im Restaurantführer "Gault Millau" und 2 Bestecken im namhaften "Guide Michelin" ist er auch über die Stadtgrenze hinaus Gourmetfans ein Begriff. 
Lebhaft und voller Leidenschaft präsentierte er uns seine Kreationen, die mit Carpaccio von der Jakobsmuschel starteten und ihren Abschluss mit einer fabelhaften Panna Cotta in Apfelbalsamico-Jus fanden. 



In seiner Gesamtheit wurden wir mit folgendem verwöhnt:

Vorspeise aus Venedig:
Carpaccio von der Jakobsmuschel mit Salat von Salzgras und Gurkenoliven dazu Sepiatinten.

Suppe aus der Toskana:
Aquacotta al Pomodoro mit gegrillten Steinpilzen 

Zwischengang aus dem Piemont:
Warmes Tatar vom Sinta Sinesa Rind, pochiertes Hühnerei gewürzt mit dem Pfeffer der Brunnenkresse

Hauptgang aus Apulien:
Wildschweinsugo mit Vincotto und Kartoffel-Gnocchi

Dessert aus dem Aosta Tal:
Panna Cotta in Apfelbalsamico-Jus




Auch wenn die derart gehobene Küche alles andere als mein Steckenpferd ist, war es eine wunderbare Erfahrung, sich von Alexander Stadler und Soledad Sichert leiten und zu lassen und Außergewöhnliches wie Sepiatinte und Salat von Salzgras zu probieren. 
Satt und zufrieden endete der Ausflug in die Gourmet-Küche schließlich mit einigen Ausführungen rund um die Wässer dieser Welt, deren Grenzen scheinbar auch bei 80€ pro Flasche samt Glitzersteinchen und gutem Gefühl noch nicht erreicht zu sein scheinen. 
 


An dieser Stelle gilt Dank aber auch dem Hotel Königshof und Philipp Suchan, die diesen kulinarischen Ausflug erst ermöglicht haben. Es ist schön zu wissen, dass auch renommierte Häuser wie der Königshof manchmal eben doch nicht über den Tellerrand schauen möchten, sondern ganz bewusst die regionalen Netze und uns Blogger und Schreiberlinge aus der direkten Umgebung suchen.

Neuland sicher auf für das Hotel, wenn man den bisweilen überraschten Blicken von Philipp und seiner sympathischen Kollegin Annika folgte, sobald alle anwesenden Blogger in ihre Smartphone vertieft erst einmal das Essen knipsten und posteten, bevor überhaupt probiert wurde.
Getreu dem alten Blogger-Motto "Es wird nichts gegessen, was nicht vorher fotografiert wurde!"
 


 

An dieser Stelle sei noch mein Freund S_says erwähnt, der mich bereitwillig und mindestens genauso neugierig wie ich, spontan zu diesem Dinner begleitete, da meine liebe Katie kurzfristig aus gesundheitlichen Gründe passen musste. Wie es sich für einen guten Blog-Praktikanten gehört, steuerte er das notwendige Bildmaterial zu diesem Post bei und knipste fleißig was das Zeug hielt.

Gar nicht so schlecht für einen Neuankömmling in "Blogger-Land" oder was meint ihr?




Rheinisch-herzliche Grüße



Montag, 19. Oktober 2015

[Halloween] Blutige Kürbisdeko

Bald steht sie wieder vor der Tür, die Zeit der Geister und Hexen, der Gruselgestalten und Monster. 
Zugegeben, Monster und verrückte Gestalten gibt es zu Hauf auch unabhängig von Halloween in unserem täglichen Leben, aber das ist eine andere Geschichte. Denn Blog ist Blog und Schnaps ist Schnaps, auch wenn das die eine oder andere nicht so ganz versteht....

Heute soll es aber einzig und allein um das Gruselfest gehen, denn auch wenn ich nicht der größte Halloween-Fan bin, so lieben die Kids auf meiner Arbeit alles was mit Monstern und fiesen Sachen zu tun hat. So musste natürlich auch für dieses Jahr wieder eine gruselige Bastelidee her, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.


Kürbis(s) zu Halloween:


Alles was ihr braucht sind natürlich zunächst einmal Kürbisse. Seit sie mir im vergangenen Jahr wieder und wieder auf Instagram über den Weg gelaufen sind, bin ich ein heimlicher Fan der Baby Boos, auch wenn sie nicht so leicht zu bekommen sind. Schon gar nicht in größeren Mengen zu kleineren Preise und für Kinder....das soziale Gewissen mancher ist leider scheinbar nicht sehr ausgeprägt.

Zusammen mit einem scharfen Messer, Kunstblut oder Nagellack und einem Vampirgebiss seid ihr dann für die heutige Bastelsession bestens gerüstet.



Nachdem ihr euren Kübris von den gröbsten Hinterlassenschaften seiner Herkunft auf dem Feld befreit habt, messt ihr die breite der Vampirzähne aus und macht euch bestenfalls kleine Markierungen, damit am Ende auch wirklich alles passt.
Anschließend rückt ihr dem guten Stück mit dem Messer zu Leibe und schlitzt es auf....

Ganz so dramatisch muss es natürlich auch trotz Halloween und Blutrausch nicht sein. Arbeitet euch vorsichtig an die richtige Größe heran und beginnt lieber mit einem zu kleinen Schlitz. Passt das Gebiss vorsichtig Stückchen für Stückchen ein, so dass alles passt, vor allem aber auch hält und euer Kürbis nicht irgendwann seine Zähnchen verliert.




Anschließend gebt ihr ihm mit etwas Farbe eine Persönlichkeit. Soll er böse gucken? Oder doch lieber erschrocken von seiner eigenen Bluttat? Kleine Veränderungen können viel bewirken.

Um perfekten Abschluss verteilt ihr noch etwas Kunstblut auf den Zähnen und rund um den Mund des kleinen Monsters. Je nachdem wo die Deko am Ende zum Einsatz kommt, könnt ihr das Blut natürlich auch noch auf einem Stück Küchenpapier oder der Tischdecke(?) rund um ihn herum verteilen.






Wer kein Kunstblut zur Verfügung hat, kann sich auch mit knallrotem Nagellack behelfen. Von der Tischdecke würde ich in diesem Fall aber dann eher abraten... ^^


Gruselige Grüße


Dienstag, 6. Oktober 2015

[All about the books] Kristan Higgins - Ein Frauenroman mit Tiefgang

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Fast auf den Tag genau vier Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal über Bücher gebloggt habe. Ehrlich gesagt schockiert es mich selbst, da lesen eigentlich zu meinen liebsten Beschäftigungen zählt. Gerade jetzt im Herbst, wenn der Winter schon langsam in Sicht ist, draußen der Regen auf das Laub prasselt und man sich nur noch in die warme Wolldecke kuscheln möchte, sobald der Feierabend es erlaubt.
Doch irgendwie habe ich nie über meine Bücher, meine Eindrücke oder meine absoluten "Must reads" gebloggt. 
Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass ich eigentlich eine wirklich Leseratte bin und deshalb möchte ich auch dieses Themenfeld nun ein wenig häufiger auf dem Blog bedienen. 
Ich hoffe, ihr habt Spaß daran und ich hoffe, dass nicht wieder vier Jahre vergehen müssen, wie bei meiner letzten Rezension. 


Beginnen möchte ich mit einer Autorin, die mir bisher noch nie wirklich über den Weg gelaufen ist, obwohl ihr neustes Werk schon das Vierte dieser Reihe ist.
Die Rede ist von Kristan Higgins und ihrem Buch "Lieber rundum glücklich als gar keine Kurven"*
   



Autorin: Kristan Higgins
Verlag: Mira Taschenbuch
Seiten: 476
ISBN: 978-3-95649-224-2


Worum geht es?
Emmaline Neal ist Freundin und Helferin, doch nun braucht die toughe Polizistin selbst Hilfe. Ihr Exverlobter heiratet ausgerechnet seine zickige Fitnesstrainerin. Em braucht eine Begleitung, um diesen Tag zu überstehen. Von allen Seiten wird ihr geraten, Jack zu fragen. Smart, gut aussehend und ein erfolgreicher Erbe der ansäßigen Weindynastie. Obendrein ein absoluter Gentleman und Retter in der Not. 
Dass die Frauen bei ihm Schlange stehen, ist Emmaline egal und auch, dass ihre Familie Jack sofort ins Herz schließt und glauben will er sei ihr Verlobter, kümmert sie zunächst wenig. Als Jack aber tatsächlich beginnt sich für Em zu interessieren, gerät sie ins Schwitzen. Sollte sie, die leicht übergewichtige Hüterin von Recht und Ordnung, die mit Männern bisher allerhöchstens befreundet war, wirklich mit dem absoluten Traummann zusammen kommen?



Rezension:
"Ein typisches Frauenbuch", dachte ich als ich den Roman aus dem Kartonumschlag zog. Fröhliches Cover, niedliche Motive und ein schmissiger Titel. 
Von Kristan Higgins hatte ich bisher wenig gehört, doch das Genre des "Happy-End-Romans" war durchaus kein Neuland für mich.
Nachdem ich mich zuletzt durch Ken Folletts "Winter of the world" gefochten habe, also ein gelungene Abwechslung.

Optisch erinnerte mich das Buch an Sommer und passte zunächst so gar nicht zum aufkommenden Herbst und auch wenn es insgesamt wirklich leicht und flüssig zu lesen ist, brauchte ich einige Seiten um Zugang zu Emmaline, Jack und den anderen Protagonisten zu bekommen.
Mit der Erwartung einen seichten Frauenroman in der Hand zu haben, lag ich zwar nicht gänzlich falsch, doch schafft Kristan Higgins etwas, was meiner Meinung nach nur wenigen Autoren dieses Genres gelingt. 
Abseits der Hauptgeschichte schafft sie Nebenschauplätze, die für das große Ganze wesentlich sind, sich aber in ihrer Stimmung und ihren Emotionen gänzlich von dem grundsätzlich romantischen Charakter des Buches abheben.
So taucht der Leser immer wieder in die Welt von Jack, dem Winzererben, der mit der ihm zugedachten Rolle des Helden und Retter in der Not mehr als nur seine Probleme hat. Von Romantik und Wohlfühlmomenten zu Beklemmung, Spannung und Sorge in nur wenigen Seiten.

Bereits nach etwa der Hälfte des Romans hatte ich das Gefühl Emmaline und Jack mehr als nur gut zu kennen. 
Kristan Higgins wählt ihre Charaktere mit Bedacht, obwohl die Story des Romans freilich keine neue ist.
"Traumprinz trifft hässliches Entlein und verliebt sich entgegen aller Erwartungen", das ist der Stoff aus dem Telenovelas sind. Doch Higgins geht weiter, hält uns allen den Spiegel vor, statt uns nur von unserem Traumprinzen träumen zu lassen. Da sehen wir dann den Ex-Partner, der sich um 180 Grad gedreht und bis zu Unkenntlichkeit verändert hat. Die perfekte Schwester, der wir nie das Wasser reichen können und natürlich die Eltern, die wir lieben, aber doch auch einige Mal mehr als nur hinterfragen.
Wir fragen uns, ob wir wirklich unser Licht unter der Scheffel stellen sollen, nur weil wir nicht perfekt sind und ob letztlich in dieser, unserer Welt nicht doch alles möglich sein kann?




Fazit:
Der Roman überrascht auf ganzer Linie und schafft den großartigen Spagat zwischen seichter Wohlfühlgeschichte und Tiefgang. Für eine bekennende Anhängerin von Britta Sabbag und Kerstin Gier war er Neuland für mich, doch wenn ihr genau dieses Genre gerne auf eurem Nachttisch liegen habt, dann kann ich an dieser Stelle nur eine Kaufempfehlung und fünf Sternen aussprechen.
Higgins geht weiter und trifft mitten ins Herz, mal romantisch, mal melancholisch!




Ich hoffe, der neue (alte) Themenbereich trifft euren Nerv und ihr freut euch darüber, wenn es in Zukunft auch mal mehr aus meinem Bücherregal, statt nur vom Basteltisch zu sehen gibt?!

Was lest ihr momentan?
Habt ihr Favoriten und "must reads", die ihr mir empfehlen würdet?



Liebe Grüße








*vielen Dank an Blogg dein Buch und den Mira Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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